bearhug

odtv.me hat Videomitschnitte des Bearhugcamps.

In Session 1 geht's um allgemeine Sachen, in Session 2 werden die Twitterjungs in die Mangel genommen und in Session 3 stellt Evan identi.ca und seine Zukunft vor. Den Coffeebreak kann man sich eigentlich sparen, außer Gebrabbel hört man nicht viel. Ist eher was für die ganz investigativen ;)

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metajack war beim bearhugcamp dabei und hat fleissig mitgeschrieben: bearhug camp for those who missed it

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bei doomicile gibt es Fotos der wichtigsten Teilnehmer am Bearhugcamp.

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evan on the state of laconi.ca

Gerade hält Evan einen Vortrag über Identi.ca und Laconi.ca, wo es ist und wohin es gehen wird.

Dieser (etwas kaputte) Screenshot zeigt ein wenig, worum's geht.

Auf der rechten Seite sieht man ein Schema, wie die Nachrichten aus dem System rein- und rausfließen. Im Kern ist eine PHP-Anwendung mit einer MySQL-Datenbank. Diese Anwendung tauscht mit einem Kästchen rechts davon Daten aus, es liest sich wie „Daemons“, leider lässt sich das nicht erkennen. (Daemons werden unter Unix solche Programme genannt, die im Hintergrund laufen und kein direktes Userinterface anbieten, sondern verschiedene Schnittstellen anbieten, die andere Software nutzen kann. Webserver oder Mailserver sind typischerweise als solche Daemons realisiert.) Laconi.cas Daemons kümmern sich um das Verteilen und Annehmen von Dents via XMPP, einmal direkt zum und vom User und dann den XMPP-Fullfeed, der Publicstream mit allen Dents aller User. In der Grafik fehlt eigentlich noch der Maildaemon, der Dents per Mail annimmt.

Auf der Anwendungsseite gibt es nun mehrere andere Schnittstellen und Dents austauschen:

  • SMS, der Klassiker, bei laconi.ca leider nur über eine Mailschnittstelle,
  • (die Twitter-kompatible) API, über die alle möglichen externen Anwendungen mit der Laconi.ca-Installation „reden“ können,
  • RSS, über die Dents im Feedreader gelesen werden können,
  • Web, also die normale Website,
  • und dann noch HTTP mit OAuth bzw. OMB, das ist der Weg, wie verschiedene identi.ca und andere laconi.ca-Instanzen Dents untereinander austauschen.

Auf der linken Seite steht eine Liste von Technologien, die Evan testen und integrieren will, um das Nachrichtenverteilen zu optimieren bzw. zu erleichtern. Da wären:

  • ein HTTP public feed,
  • XMPP-OMB, was ein XEP, also XMPP Extension Protocol, sein soll, einfach gesagt ein Unterprotokoll von XMPP,
  • OAuth API, wird zwar schon eingesetzt, soll aber noch vertieft werden
  • AtomPub, um Webinhalte zu bearbeiten und zu verbreiten,
  • RSS Clouds, wenn ich's richtig verstanden habe, ist das ein Pushmechanismus für RSS?
  • OMB Pull, also Dents zwischen Servern nicht pushen, sondern abholen,
  • OMB without subscription, der Austausch von Dents zwischen Servern, ohne das Subscriptions bestehen müssen,
  • eine Twitter Bridge, mit der Dents in einen Twitteraccount geschoben werden können, ein Service, der bisher nur über Drittdienste funktioniert – und das eher schlecht, da die nicht wirklich mit Umlauten umgehen können.

Dies waren Punkte, die Protokolle betreffen, die offen sind, daneben gibts auch noch APIs, die Evan nutzen möchte, um z.B. Freundelisten von anderen Diensten abzugleichen:

Darunter sind noch „Portable Computer“ (es gibt noch keine Site für mobile Browser!) und DiSo aufgeführt. DiSo steht für distributed social networking concepts, ein Schirmprojekt um seine Daten Social Networks portabel zu machen, wenn ich notizblog richtig verstanden habe.

Alles zusammen sind Riesenpläne und wenn man Evan sieht, wie er sich verhält, wie enthusiastisch und intelligent er an die Sache rangeht, dann verstehe ich ganz gut, warum die Twitterjungs im ersten Teil des Bearhugcamps so defensiv und unsicher waren.

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Bearhugcamp um 18 Uhr

Der Termin für das Bearhugcamp über das ich schon kurz geschrieben habe, hat auch einen festen Zeitpunkt, nämlich 9 am PST oder um 18 Uhr in unserer Zeitzone. Ideal, um sich bei Brotzeit an den Schreibtisch zu setzen und den Livestream anzuschauen und zu erfahren, was die Microbloggingavantgarde da ausheckt.

Die Gästeliste ist übrigens noch viel interessanter geworden, als noch vor ein paar Tagen bekannt war: Neben Steve Gilmore, Dave Winer, Evan Prodromou und Leo Laporte werden auch Twitters CEO Jack Dorsey, Loïc Le Meur von seesmic und Represäntanten von Google, Microsoft, Facebook, FriendFeed und Mozilla anwesend sein.

Spannend ist noch weit untertrieben!

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kuschlige Bären

ein wenig verdutzt bin ich ja schon, wenn ich von einem Bearhug Camp lesen muss. Ein Zeltplatz in irgendeinem Nationalpark mit Bärenintensivstreichelzoo?
Nicht ganz, ein bearhug ist ganz einfach eine richtig heftige Umarmung, eine der ganz innigenen, ungestümen Sorte. Und als bearhug bezeichnet man wohl auch, wenn eine Technologie aufgegriffen wird und daran festgehalten wird, bis sie sich durchgesetzt und zum Standard entwickelt hat. Dave Winer hat auf diese Weise RSS geschaffen, sagt Steve Gillmore.

Und diese Umarmung wollen diese beiden jetzt Twitter und dem Microblogging zukommen lassen. Sie veranstalten das Bearhug Camp, bei dem Sie über die Zukunft und Möglichkeiten des Microbloggings diskutieren wollen.

Stattfinden wird das ganze kommenden Freitag, 12. September, in San Fransisco. Und da nicht jeder dabei sein kann, wird es natürlich auch einen Webcast geben, der wahrscheinlich von Leo Laporte live übertragen wird.

Es wird sicherlich interessant werden, vor allem auch in Hinblick auf die Microblogging Conference 09.

Eine zweite Übersetzungsmöglichkeit ist aus ökonomischer Sicht übrigens Übernahmeangebot ohne Vorwarnung.

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