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Google Labs startet SMS Dienst in Indien

Über blogoscoped bin ich auf einen neuen Dienst von Google Labs Indya gestoßen, mit dem in Indien ein kostenloser SMS-Dienst zum Empfangen und Senden von Microinformationen anbietet.

Neben Witzen, Horoskopen und Nachrichten gibt es für viele Sites und Blogs schon vorgefertigte Channels, die man übrigens auch über's Web lesen kann.

Die FAQ zu Google SMS Channels verspricht enormes: jeder kann per SMS einen Channel anlegen, wohin Nachrichten geschickt werden können – auch per RSS.
Es wäre also ein leichtes den RSS-Feed meines identi.ca-Accounts per SMS zu verbreiten. Andere können dann diesem Channel beitreten und meine Dents per SMS bekommen.

Genial! Das ist Micromessaging!

Nachtrag: bei digital inspiration erfährt man noch mehr: Nachrichten können auch über ein Webinterface abgeschickt werden und der Nutzung ist auch für internationale Nummern geplant.

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microblogging im Vergleich

Cem vergleicht und erklärt die Unterschiede zwischen Chat, Foren, Wikis, Blogs und Microblogs.

Microblogging ist ein “öffentlicher” Kommunikationsfluss von kurzen Statusmeldungen an alle Abonnenten einer individuellen Person. Beim Microblogging sehe und lese ich nur die Messages von den Leuten die ich abonniert habe. Von den anderen nicht. Durch die wechselseitigen Abos entsteht ein Kreis von “Freunden” der ständig in Kontakt und über den Status der anderen immer informiert ist. Die Messages sind dabei kurz und idealerweise prägnant. Beim Forum dagegen sehe ich alle Messages von allen zu allen Themen. Beim Microbloging ist der kontinuierliche persönliche Strom der Nachrichten rein zeitlich geordnet. Die thematische Ordnung kann beim Microblogging durch “#hashtags” hergestellt werden. Natürlich ergeben sich beim Microblogging auch chat-ähnliche Situationen. Diese sind aber öffentlich.

Und er kommt zu dem Schluss, dass Microblogging eigentlich Micromessaging heissen müsste, da die Technik dahinter genau so eine sein sollte, eine Nachrichtenverteilung.

Leider aber wird es bei keinem mir bekannten Dienst momentan so umgesetzt. Zur Zeit ist es bspw. bei Twitter und bei Identi.ca so, dass dort der gleiche Ansatz wie bei Blogs genutzt wird: ein Tweet oder ein Dent wird in eine Datenbank abgelegt und wird dann bei Bedarf von dort geholt und angezeigt. Wenn ich also die Nachrichten vieler Leute verfolge, müssen immer erst alle aus der Datenbank zusammengesucht werden, was sehr aufwändig ist. Sollen diese Nachrichten dann auch noch per SMS oder XMPP verteilt werden, muss dies quasi sofort passieren. Bei vielen Usern ist das fast nicht machbar. Bei Messagingsystemen werden die Nachrichten allerdings zuerst in eine sog. Queue oder Warteschlange plaziert und dann in einem eigenen Prozess weiterverarbeit. Dadurch lässt sich die Belastung viel einfacher Aufteilen. E-Mailserver arbeiten z.B. nach diesem Prinzip.

Ob Twitter seine Architektur dahingehend ändert, diese Methode zu nutzen, ist nicht öffentlich bekannt (?), aber ziemlich sicher. In laconi.cas Wiki findet man schon erste Infos, wie man plant, diese Queues umzusetzen.

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